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texte von hemingway


vorzulesen ist vielleicht vergleichbar mit rachmaninov auf dem klavier zu spielen. nur wenige können das. hab gestern ein voiceover aufgenommen für einen afrika-kilimandscharo-reisedokumentarfilm. da liegt zwar schon nahe, textpassagen von hemingway zu unterlegen (die idee ist doch sicher nicht neu?!), aber weder die texte (der kerl bringt seine schachtelsätze oft gar nicht zu ende), noch der sprecher (regisseur vom sich daherschleppenden filmprojekt, auf das ich hier später nochmal zurückkommen werde) vermochten mich zu überzeugen. das wird sicher nix. aber ich hab mir damit ein (hoffentlich teures) abendessen mit zwei erfolglosen filmemachern verdient. immerhin.

wasweissich wo der das hier einbauen will, eine kostprobe:

  mp3, 870kb


 
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ladies and gentlemen! ...


...shnit happens. in bern gibts an diesem wochenende ein kurzfilmfestival, es hört auf den einprägsamen namen: shnit. das pathetische intro auf der site müsst ihr euch mal reintun. sonst hat die website nichts besonderes, was nicht heissen soll, das festival sei kack. im gegenteil, die kurzfilme (die, die ich gesehen habe) haben klasse, sind kurzweilig (soll ja auch so sein) und sie kommen überwiegend von nachwuchsfilmern aus dem deutschsprachigen raum, filmhochschulen und so. die studenten klappern ja auch immer jedes festival ab.

aber was erzähle ich, interessant ist doch der tratsch hinter der leinwand: der mir bekannte kameramann m. hat auch zwei beiträge eingereicht - abgelehnt. m. war stinkesauer. dabei hat sich die vorauswahljury doch sicher bei seinen beiträgen in die hose gemacht vor lachen. ein film ist eine doku - oder besser eine reportage, wie m's geliebtes hundchen lumpily zum tierarzt muss und dort an den krallen operiert wird. das wars. für m. ein drama, aber sowas von shit dass das doch kein schwein interessiert. und eben - eine schweinegeburt war der andere beitrag. bei sowas pennen schon die zuschauer vom lokalfernsehen ein.
puuh, da ist uns der film mit dem köter also erspart geblieben. stattdessen 1a spass gehabt, auch wenn ich den beitrag des festivalorganisators ('verfreundet') von der dramaturgie des drehbuchs, nicht weniger zum gähnen fand, wie m. seine tierischen reportagen.<!--

der chef vom shnit war ja mal an der kamera beim pianistenfilm, aber das gastspiel ging nicht lange gut. regisseur r. hat schnell klar gemacht, wer wirklich der boss ist. nee, bei dem kann nicht jeder drehen, was er will. wer nicht kuscht, hat vergeigt. und --> aber sag ich einmal nur laut 'köter' zu m.'s wauwau, dann werd ich zerfleischt - von herrchen. vielleicht gibts dann darüber demnächst einen kurzfilm.


 
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er erzählte,


dass er mal einen sehr schlimmen unfall hatte, nie aber erwähnt, wann und wo und warum. dann kam vor ein paar wochen ein brief per e-mail. 167 seiten lang. geschickt an alle vom filmteam. wenn ich das lese, würde ich dann verstehen, warum er vorerst nicht mehr am projekt mitarbeiten kann. ich habs erstmal nicht gelesen, bin nämlich grad noch bei einem anderen buch, meine güte, 167 seiten! aber dann - darin rumgeblättert: ein essay mit etwas tagebuch und eine tiefergehende philosophische auseinandersetzung über schuld und recht. schliesslich ist er jurist. er war im knast und hatte dort und im spital halt zeit, das alles zu schreiben. und dass er jetzt wieder hinter gittern sitzt, konnte ich mir dann zusammenreimen. vermutlich für die restlichen 2 1/2 jahre und er kämpft jetzt darum, dass ihm die reha nach dem unfall auf die haftzeit angerechnet wird, schliesslich hat das gefängnis damals die aufsichtspflicht verletzt. ich hoffe, das klappt. er ist ein feiner mensch, den ich mag, unabhängig von seinem 'fall'.

und schon denken da einige leute laut nach, diese 167 eindrücklichen, wenn auch literarisch nicht sehr herausragenden, briefseiten zu einem drehbuch zu verwursten. als nächstes filmprojekt sozusagen. aber da mach ich dann sicher nicht mehr mit, kein bock auf noch so eine düsterschwere reality-story. obwohl - ich habe inzwischen arg den verdacht, den begründeten verdacht, dass unsere halbfertige pianisten-wunderkindgeschichte teilweise, wenn nicht sogar ganz ein fake ist. es gab ja da merkwürdige ereignisse in den letzten zwei monaten, aber das ist wieder eine ganz andere sache.
also - es bleibt spannend!


 
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sicher


werden sich einige leute hier fragen, was aus dem filmprojekt inzwischen geworden ist? es fehlt nämlich immer noch (!) ein drehtag für eine szene und es hätte schon längst mit schnitt und ton weitergehen sollen. wer wissen will, was da zur zeit so abgeht - vielleicht ist das gästebuch der website zum film dazu recht aufschlussreich, wenn die beiträge nicht grad gleich wieder gelöscht werden. ich kriege bis jetzt zwar alles nur aus 2. hand mit, doch auch das ist viel spannender als die filmstory selbst, oder ein krimi. auf mysteriöse weise ist zunächst mal der co-autor des drehbuchs von der website verschwunden. als ich vom angeblichen grund erfuhr, stellten sich mir erstmal die nackenhaare auf, jedoch bin ich andererseits darüber amüsiert, weil ich zur ganzen sache bislang immer eine gesunde distanz hatte. um meine investierte freizeit und energie tut es mir nicht leid, ärgerlich fänd ich es nur, etwas halbfertiges da rumliegen zu haben. aber das wäre bei unserem regisseur ja nicht das erste mal.

bleiben Sie dran...


 
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www._______


ahso. die website zum film ist übrigens online.
naja. quasi una selbstgestrickte und konventionelle site ist das, genau wie der film: eine gratwanderung zwischen kitschkunst und rührseligkeit, zwischen musikalität und schlichter musikliebhaberei, zwischen laienmachwerk und doch durchaus ein paar highlights.
... wenn ich da mal zum rundumschlag ausholen würde, wäre das dokufilm- buch- und thema für die klatschpresse und noch mehr. die hintergründe und verstrickungen sind da viel spannender, als das eigentliche produkt.
ich bin ja nur bei der technik und selbst da hab ich ein etwas flaues gefühl. aber es geht ja ums erlernen vom handwerk. sollte der streifen jemals fertig werden (ziel: august '05), gibts da connections zu den hofer filmtagen und dazu noch eine überdosis vitamin b. b wie bertelsmann. meine güte, was stellen die sich alle vor...


 
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hihi


  • heute mal wieder gedreht. es geht dem ende zu, aber die bonbons gibts wohl immer erst zum schluss. die szene von heute wird im film wohl nicht mehr als 3 minuten dauern, aber sie wurde extra für eine schauspielerin wieder ins drehbuch aufgenommen, die die perfekte karikatur der nicht ganz unbekannten pianistin martha a. zu sein schien, welche aus diskretionsgründen ja ursprünglich nicht in diesem b-movie auftauchen sollte. natürlich heisst sie im film nicht 'martha', sondern 'magda', damit jede ähnlichkeit mit der echten person überzeugend verwischt wird. die dialoge waren wild auf deutsch und französisch gemischt und sie waren so heikel, dass unsere magda (brasilianerin übrigens) eine souffleuse benötigte. das wiederum lässt mich in der postproduction graue haare kriegen, denn den wunderschönen o-ton konnte man deshalb mal wieder in die tonne treten.

magda und ihr zögling unterhalten sich in der klinik über das nachäffen von ivo p.'s interpretationen der sonaten von domenico scarlatti. ihre augen rollen beim aussprechen des namens ivo, welcher sich ausserdem auch noch besonders dazu eignet, die mundwinkel hierbei zum ausdruck eines ekelgefühls zu verzerren. genau so, wie ich es nicht besser hätte machen können. (ich hatte ja mal was mit einem ex von dem, aber lassen wir das, ist jetzt nicht das thema.)

   LUKAS (voice over)
Magda fühlte sich hier sichtlich unwohl und unsicher, sie, die doch immer jene dominante Sicherheit ausstrahlte, wenn sie am Flügel sass und spielte, mir mit dunkler Stimme Anweisung gab und ihre Augen von ihrem wilden schwarzen Haarschopf befreite, indem sie den Kopf mit einer scharfen Bewegung zurückwarf und gleichzeitig mit allen zehn Fingern durch die fliegende Haarpracht fuhr. Nach dem Tee entschwand sie wieder, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass Scarlatti nicht das Mass aller Dinge sei und ich nicht meine Energie auf die Imitation anderer und schon gar nicht dieses Pianisten verschwenden sollte.
   (Ende - Szene 29A)
naja...


 
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       *

*lukas bringt stefan das klavierspielen bei. lohnt nicht, der kleine stirbt ja schon bald...

das geklimper war schrecklich. als wir dann heute mit dem hand-double gedreht haben, konnte man endlich mal ein paar vernünftige klänge hören. sound vom film in einer passablen qualität kann ich leider nicht bieten, der laden hier macht ja schon bei 1mb pro file dicht...

unzählige male wiederholt, den quatsch von wolfgang amadeus beethoven. mich überzeugen die musikszenen nicht so besonders und diese epoche ist eh nicht so mein ding. unseren regisseur würde ich mal als 'musikliebhaber' bezeichnen. und das sind die allerschlimmsten. leute, die von der sache am wenigsten ahnung haben:
ich: "sag dem m. doch mal, er soll nicht so unbeweglich, wie ein stock am flügel sitzen. er darf es nicht übertreiben, aber ab und zu ein blick auf die tasten oder ein wenig mehr bewegung vom oberkörper wär gut, für dynamik brauchts ja schliesslich kraft. das kommt sonst nicht gut rüber." er: "die mondscheinsonate hat keine dynamik. und profis müssen auch nie auf die tasten gucken."


 
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eine geburtstagsparty


der sorte, wie ich sie für mich selber in diesem alter eher nicht erleben möchte. samstagabend. familie, freunde und filmcrew feierten regisseurs sechzigsten. der abend barg stoff für ein paar neue filme, so wie sich das gehört. location: eine zivilschutz-anlage bei bern.
wegen des caterings lohnt es sich ja eh nie zu kommen, aber kleine höhepunkte des abends waren, zwischen den gängen der währschaften küche, szenen im rohschnitt (beschissener ton) vom film, den wir da grad machen. naja, nicht unbrauchbar, aber sowas hätte ich keinem gezeigt. zum glück wurde genügend alkohol ausgeschänkt und alles kam in r.'s ausführungen herzerwärmend rüber. immerhin war er anfang der 70er für drei jahre schüler bei luchino visconti, gab dem dankbaren publikum anekdoten zum besten und auch in tod-in-venedig manier komponierte er seine bilder (natürlich nur die, die der kameramann nicht verwackelt hat). ich musste mit den augen rollen und grad eine neue flasche holen. kameramann m. brachte ich ein paar servietten mit, weil er ja selbst bei seinen eigenen filmsequenzen immer heult. unser geschenk (ein megaphon) war der brüller schlechthin und danach lockerte r.'s familie den abend noch weiter auf mit einem r.-quiz, in dem unser hauptdarsteller noch nicht mal seinen filmtitel wusste (vermutlich zu besoffen). seine synchronsstimme (ebenfalls erst 16) sass mir bei einem glas wasser gegenüber, las das schachbuch der königsangriff und rekonstruierte historische partien auf einem kleinen magnetbrett. seine mutter erzählte mir dann, ihr söhnchen sei ein wunder für die zahnmedizinische forschung, denn in seinem kiefer hätte er die anlage für dritte zähne, die von unten nachwüchsen. zustimmendes nicken des schachspielenden kleinen, als die musik aus der anlage entgleiste. ich denke, für freejazz braucht man neben alkohol bestimmt auch noch andere drogen. plötzlich wurde mir klar, der kleine schachspieler konnte nur ein alien sein. ein koch mit schweinegesicht trug noch vermicelles, double crème und kirsch herein und hätte ich da noch zugelangt, dann wäre das kotzen nicht zu vermeiden gewesen.
es war so gegen halb zwei, als ich mich anschickte zu gehen. beim anblick der herumtobenden kinder dachte ich noch, sollte ich jemals einen dokufilm über die kinderläden der späten 60er produzieren und hätte ich nicht genügend material, dann würde ich alle diese kids vom fleck weg casten.


 
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by wolfjaeger (23.11.13 17:24)

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